Der Beginn der Saison 2021/22 steht bevor. Start des Handballjahres am 18./19. September

21.08.2021 – Heute in vier Wochen soll es in der Saarlandliga wieder losgehen. Um denselben Zeitpunkt herum werden auch die übrigen Handballklassen, sei es kurz davor, sei es kurz danach, auf den Anpfiff warten. Vor einem Jahr hatte ich hier geschrieben: „Der Handball hat uns wieder“ – und damit den Mund zu voll genommen. Denn das Handballjahr 2020/21 dauerte gerade mal zwei Wochen mit zwei Spieltagen, ehe es wieder abgebrochen wurde. Nicht der Handball, sondern Corona „hatte uns“ wieder.

Wir stehen zurzeit, ein Jahr später, erneut am Beginn eines Lockdowns, der schon der vierte wäre. Viele meinen, wir sind bereits drin. Macht die ganze Vorbereitung auf die neue Saison 2021/22, so könnte sich mancher fragen, mit monatelangem intensivem Training überhaupt noch Sinn? Auf eine solche Frage kann man mit JA antworten. Zum einen werden wohl nicht mehr die Inzidenz-Zahlen allein das Maß aller Dinge sein. Weitere Gesichtspunkte sollen in die Gefahrenabwägung einfließen, etwa die Leistungsfähigkeit und die Auslastung des Gesundheitssystems, die Beibehaltung früher ungewohnter Verhaltensweisen wie Maskentragen in bestimmten Situationen sowie Zugangsbeschränkungen für nicht Geimpfte, nicht Genesene oder nicht Getestete. Seien wir also trotz aller Unwägbarkeiten guter Hoffnung, dass die Runde stattfinden kann! – Soweit die allgemeine Situation, kommen wir nun zu unseren spezifischen Voraussetzungen in unserer Spielgemeinschaft NORDSAAR zum Saisonbeginn!
Was uns zum Saisonwechsel bevorsteht: Ein gewaltiger Umbruch, ein personeller Verlust großen Ausmaßes und der Versuch einer Neuformierung

Erinnert ihr euch? Im Vorjahr mussten wir wegen der Beendigung ihrer aktiven Laufbahn auf drei wichtige Spieler verzichten: Jan Böing, Torsten Zimmer und Lukas Böing, dazu auf die langjährige Betreuerin, die „Mutter der Kompanie“, Martina Glod-Becker. Schmerzliche Verluste, Abschiede, die uns schwerfielen, ein schwieriger Schritt auch für die Genannten selber! Denn sie hatten ja ihre Gründe, sei es im persönlichen, familiären, beruflichen oder gesundheitlichen Bereich. Im Falle von Martina verstanden wir zudem, dass sie und ihr Mann Frank natürlich die Spiele ihres Sohnes Marcel in der Drittliga besuchen wollten.

Wer es nicht schon längst geahnt hatte, merkte, dass der Umbau bei Nordsaar begonnen hatte, ein Umbau, mit dem wir rechnen mussten, war doch ein Großteil unserer Spieler ebenso wie die drei genannten zwischen dreißig und 36 Jahre alt. Man konnte also wissen, dass ein weiterer personeller Abbau bevorstehen würde. Allerdings wusste man nicht, dass er so schnell, so plötzlich, so groß an Zahl kommen würde, wie es jetzt, ein Jahr später, tatsächlich der Fall ist.

Haltet euch nun fest, liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Handballsports bei Nordsaar: Wir verlieren beim Übergang in die Runde 2021/22 rund fünfzehn Spieler: acht Stammspieler, die ihre Handballlaufbahn beenden, und sieben, die zu Vereinen in der Nachbarschaft wechseln (Stand vom 22. August). Die Wechsel im Einzelnen: drei zu RW Schaumberg Sotzweiler, drei zu den Blackbulls Alsweiler und einer zu den Handballfreunden Illtal (zu deren 1. Mannschaft in der RPS-Oberliga).

Da im Ganzen nach meinem Wissen noch zwei bis drei Personalfragen offen sind, bitte ich um Verständnis, wenn ich mich im Detail noch zurückhalte – (z. B. auf wen wir im Einzelnen verzichten müssen) -, bis meine Angaben noch sicherer sind.
Es geht mir auch darum, zur neuen Saison die langjährigen Spielzeiten unserer Spieler und ihre großen Leistungen zu würdigen, deren aktive Zeit mit diesem Sommer und im vorigen Sommer zu Ende ging. Dabei soll kein Fehler passieren, der letzte Stand soll berücksichtigt sein, und vor allem soll keiner vergessen werden.

Denen, die weiterhin spielen, sich aber zu einem Wechsel entschieden haben, werde ich meinerseits gute Wünsche mit auf ihren Weg geben. Es war in unserer langjährigen Geschichte schon des Öfteren der Fall, dass Einzelne gegen Ende ihrer aktiven Zeit wieder in ihren Stammvereinen gespielt haben bzw. in ihrer früheren Spielgemeinschaft – und dort in mehreren Fällen spgar noch eine große Rolle spielten, sei es bei den Aktiven oder den Inaktiven (in wichtigen Funktionen).

Und wie geht es nun 2021/22 weiter?

Zu dieser für uns entscheidenden Frage soll schnell ein eigener Artikel folgen, hier auf unserer Webseite sowie auf Facebook in den nächsten Tagen, in den Mitteilungsblättern der Gemeinden in der nächsten Woche. Vorab schon mal Folgendes: Es geht mit dem Nordsaar-Handball weiter, aber nur noch mit einer Männermannschaft statt in den letzten Jahren mit zweien. Es stehen 14 bis 15 Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung, je zur Hälfte erfahrene Spieler aus unserem bisherigen Kader und zur anderen Hälfte aus ehemaligen A-Jugendlichen, die in die Aktivenmannschaft gewechselt sind. Hierzu also auf bald!