Nordsaar Männer 1 – Das jahrelange Auf und Ab zwischen Nordsaar und Merchweiler ging gestern Abend weiter. Diesmal zu unserem Ungunsten.

Nordsaar 1 – TV Merchweiler 32:37, Halbzeit 17:15

Dass man in den ersten Minuten etwas zurück bleibt, ist im Handball in der Regel noch kein Omen für den Ausgang. Gestern Abend in Marpingen allerdings doch. Grob gesagt, können wir in dem Spiel vier unterschiedliche Phasen ausmachen: Rückstand in der ersten Viertelstunde – eindeutige Drehung bis zur Halbzeit – Kampf um die Balance im dritten Viertel – Spielverlust im vierten Teil.

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Gleich am Anfang setzte sich der Gegner ab, während uns einige Torversuche misslangen. Der Rückstand lag zwischen einem und drei Treffern, zum Beispiel 3:4 in der neunten, 5:8 in der 16. Minute. Es waren zwei oder drei 7m-Tore von Torsten Zimmer, die uns noch ausreichend im Spiel hielten. Ausreichend deshalb, weil Oliver Zeitz im Abwehrkampf den Ball erwischte und ihn im Tempogegenstoß ins Merchweiler Tor beförderte (8:8). Der Ausgleich war erreicht, wir mussten nun etwas daraus machen. Das gelang auch recht gut, denn aus dem Gleichstand wurde schnell die Führung. Wir sahen auf unserer Seite ein gutes Zusammenspiel mit zielsicheren Abgaben und Annahmen und mehrfachen erfolgreichen Tempogegenstößen. So wurde aus dem Gleichstand eine Nordsaarführung bis zu fünf Toren (15:10), die allerdings bis zum Halbzeitpfiff auf zwei abschmolz. Aber immerhin, auch 17:15 Treffer beim Pausenpfiff waren geeignet, gehalten und erweitert zu werden. Prognosen über den Ausgang erlaubten sie allerdings nicht.

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Im Anschluss an die Halbzeit ging es in die falsche Richtung. Merchweiler holte auf (jetzt noch 17:16), aber Sebastian Hoffmann und Torsten konterten (19:16). Na also denn! Nein, nix „na also denn“, im Gegenteil, die Unsicherheit (Nervosität?) nahm bei uns zu, auch eine Auszeit brachte keine Beruhigung, das Spiel kippte, der Gegner übernahm wieder die Führung. Oliver erzwang noch zweimal den Ausgleich (25:25 und 26:26), ehe die Auswärtigen durch ein 7m-Tor (26:27) die endgültige Führung übernahmen. Bei uns misslang wieder einiges, wir konnten den Rückfall noch eine gewisse Zeit mit zwei Toren Differenz einigermaßen halten, ehe wir in den letzten fünf Minuten auf 30:35 absackten. Das Spiel war gelaufen. Auch beim Abpfiff wies die Tafel die genannte Differenz aus /32:37).

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Für unser Team schmerzhaft, denn wir waren ja doch als Favoriten angetreten (vierter Tabellenplatz ), der Gegner vor dem Spiel auf dem achten Platz. Zwar waren wir gewarnt, wenn wir daran dachten, dass Merchweiler auch den HVS Merzig/Hilbringen besiegt hatte, als dieser noch an der Spitze stand. Unser eigenes Verhältnis zu dem Handballnachbarn ist gekennzeichnet von immer neuem Auf und Ab, so auch im vorigen Handballjahr, als wir ihn in Marpingen mit 36: fast aus der Halle fegten, und beim Rückpiel in Merchweiler mit 20:22 verloren. Vielleicht geht es diesmal in umgekehrter Reihenfolge weiter: zu Hause verloren – und dann in Merchweiler am 15. März gewinnen? Setzen wir also aufs Rückspiel!

Am Tabellenstand hat sich bei uns nichts geändert, wir stehen mit 13:7 Punkten nach wie vor auf dem vierten Platz, jetzt allerdings mit zwei Punkten hinter dem Zweiten, St. Ingbert (15:5), und mit fünf Punkten hinter dem Ersten, Homburg (18:2). Merchweiler ist vom achten gleich auf den sechsten Platz vorgerückt.

Unsere Tore gegen Merchweiler: Oliver Zeitz 8, Torsten Zimer 7 (3), Sebastian Hoffmann und Jan Böing je 5, Joshua Wolf 1, Jan Hippchen und Manuel Schmitt je 3.