Männer 1 – Keine Punkte in St. Ingbert – 27:34 (11:16) gegen die Einheimischen

In der Anfangsphase des Handballjahres ist mancher Gegner schwer einzuschätzen. Im vorliegenden Fall müssen wir aber einräumen, dass wir bei den „Dingmertern“ (so St. Ingbert auf „saarpfälzisch“) schon öfter den Kürzeren gezogen haben, während wir sie zu Hause meist geschlagen haben. Diesmal dominierte der Gegner schon in der Eingangsphase, in den ersten fünf, sechs Minuten noch nicht so stark wie später, aber doch zunehmend in der Führungsrolle. Auffallend die Entwicklung vom 2:3 in der fünften Spielminute bis zum 3:7 fast neun Minuten (!) später. So lange dauerte es, bis wir wieder zu einem Treffer kamen. Torwürfe gab es durchaus genug, aber oft genug gingen sie daneben. Die Zahl der Fehlversuche war bedeutend größer als sonst bei unseren Spielen, die Ausbeute im Angriff entsprechend gering. Allzu oft erfüllte der Wurf nicht, was der Kopf wollte und was die Hand sollte.

Die Handballfreunde unter den Leserinnen und Leserinnen können sich jetzt schon denken, dass mal wieder die fehlende Gewöhnung an eine haftmittelfreie Ballführung mitgespielt hat. Ähnlich wie schon öfter in der Rastbachtalhalle in Saarbrücken! Dieser Hinweis soll nicht als Entschuldigung dienen, aber unter den Ursachen muss man es erwähnen.

Übersehen wollen wir aber auch nicht, dass die St. Ingberter Abwehr besser funktionierte als unsere. Umgekehrt reagierten wir in der eigenen Abwehr des Öfteren nicht schnell genug, vielleicht auch nicht entschlossen genug. Beispielsweise konnten wir den Spieler mit der Nr. 3, Michael Bauer (allein für zehn gegnerische Treffer verantwortlich), nicht unter Kontrolle bringen.

Im zweiten Durchgang verlief das Spiel nach dem 11:16-Halbzeitergebnis lange Zeit innerhalb des Abstands von vier bis fünf Toren. Näher als vier Tore Differenz kamen wir meiner Erinnerung und meinen Notizen nach nicht mehr heran. Jan Böing konnte sich noch oft durchsetzen, sein Bruder Lukas konnte einige Treffer unterbringen, zum Teil aus sehr engem Torwinkel heraus. Manuel Schmitt konnte mehrere gelungene Anspiele umsetzen, zum Teil als Kreistore, zum Teil im Tempogegenstoß. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand gegen Spielende auf sieben Tore, an ein Aufholen war nicht mehr zu denken. St. Ingbert hat über das Spiel hinweg geführt und somit zu Recht gesiegt. Das erkennen wir an. In der Rückrunde werden wir uns, so wage ich vorauszusagen, revanchieren.

Unsere Tore: Jan Böing 8, Lukas Böing 6 (1), Manuel Schmitt 4, Sebastian Hoffmann 1, Jan Hippchen, Basti Stoll, Michael Paschke und Oliver Zeitz je 2,.