Männer 1 – Knapper geht`s nicht. Nordsaar besiegt einen schwierigen Gegner. 28:27 (Halbzeit 13:12) gegen die HSG Dudweiler/Fischbach.

Das Spiel gegen Dudweiler/Fischbach hatte es in sich. Es gab keinen Moment, in dem man sich hätte zurücklehnen können oder mal entspannt durchatmen konnte. Der Ausgang des Kampfes blieb bis zuletzt offen, allerdings mit Vorteilen für unser Nordsaar-Team. Zunächst hatten wir den besseren Einstieg und konnten uns auch im weiteren Verlauf immer wieder durchsetzen. Das erste Nordsaartor warf Joshua Wolf, in Szene gesetzt von Sebastian Hoffmann. Die beiden letzten Treffer im Spiel warf er ebenfalls und zwischendurch noch einige mehr. Aber so weit sind wir noch nicht.

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Werfen wir zunächst den Blick auf den ersten Durchgang! Nach dem Führungstor arbeitete sich die Mannschaft weiter vor. Unterbrochen durch einzelne gegnerische Erfolge, gelangten wir in der ersten Viertelstunde bis zu 6:3 (Basti Stoll) und 7:3 (Oliver Zeitz). Das sah schon mal recht solide aus. Unseren höchsten Vorsprung im Spiel erreichten wir um die zwanzigste Minute mit dem 11:6-Wurf von Jan Hippchen. Gut abgesichert waren wir in der Regel durch eine bewegliche und konsequente Abwehr, deutlicher und wirksamer als vor einer Woche in Merzig. Trotzdem konnten wir den Vorsprung nicht, jedenfalls nicht ganz, halten. Der Gegner gab nie auf und hatte seine (Teil-)Erfolge. Beim Halbzeitpfiff war er uns ganz, ganz nahe: Wir führten noch mit einem Tor, 13:12. Da musste schnell etwas passieren.

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Nach der Pause erhöhte Sebastian Hoffmann nach kurzem Geplänkel auf 14:12. Die Richtung stimmte wieder, aber die Mühsal blieb. Wir stießen jetzt maximal bis zum Abstand von drei Toren vor. Hier ein Beispiel dafür: Sebastian gibt den Ball mit einem spielerisch raffinierten Rückwärts-Wurf an Jan Böing, der das 20:18 daraus macht. Aber auch drei Tore waren bei diesem Spiel schwer zu halten. Der Verlauf war weiterhin durch die schnellen Wechsel mit drei, mit zwei, mit nur einem Tor Differenz gekennzeichnet. Machen wir noch einen Sprung in die letzten zehn Minuten, die leider mit einem schmerzlichen Ereignis für einen Dudweiler Mitspieler begannen. Er musste verletzt vom Platz geführt – sogar mehr getragen als geführt – werden. Es schien sich um eine Bänderverletzung (oder gar einen Abriss) zu handeln, entstanden nicht in einem direkten Kampf, also ganz ohne gegnerische Einwirkung. Wir wünschen dem verletzten Spieler gute Genesung!

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Die letzten Spielminuten verdienen es, besonders hervorgehoben zu werden. Fangen wir mit der siebtletzten Minute an, in der wir wieder einmal mit nur noch einem Tor führten, 26:25. Hier die genauere Darstellung des Abschlusses, den ich schon im ersten Abschnitt angeschnitten habe (siehe oben). Joshua, der an diesem Abend einfach nicht zu bremsen war, erhöhte, von Oliver in Szene gesetzt, auf 27:25. War`s das nun? Nein, noch immer nicht! Kurze Zeit später schwebten wir erneut in der Gefahr des Nur-ein-Tor-Vorsprungs. Auch das ging vorüber, auch diesmal durch Joshua, der durch Basti Stolls Zuwurf zum letzten Nordsaar-Torwurf kam, 28:26. Dudweiler brachte noch den Gegenwurf zustande. Wir führten 28:27 – aber es waren noch dreieinhalb Minuten zu spielen, dreieinhalb turbulente Minuten. In der Schlussminute ergatterte sich Dudweiler irgendwie (ich weiß nicht mehr, auf welche Weise) den Ball und stürmte auf freiem Feld auf unser Tor und unseren Torsteher Jonas Hubertus zu. Der wehrte den Ball mit einem Faustschlag ab, und der Sieg war gerettet.

Unsere Tore: Joshua Wolf 6, Sebastian Hoffmann und Jan Böing je 5, Jan Hippchen, Basti Stoll und Oliver Zeitz je 3, Tobias Hans, Michael Paschke und Daniel Dörr je 1.