Nordsaar Männer 1 – Ein flottes, trotz der Niederlage gut anzusehendes Trainingsspiel gegen die HF Illtal 1 am Marpinger Kirmessamstag

Samstag, 10.08.2019 – In dem herausfordernden Spiel gegen die Nachbarn aus dem Illtal fehlten uns Basti Stoll und Michael Paschke, sonst hätten wir – unsere Erfahrung zugrunde gelegt – wohl etwas stärker abgeschnitten. Wir verloren das Spiel gegen den renommierten Oberligisten mit 26:35 Toren (Halbzeit 13:19). Trotzdem war diese Herausforderung gut und wichtig, als Training, als Kräftemessen, als Test vor dem Saisonbeginn. Es waren viele Zuschauer in die Halle gekommen. Sie sahen auf jeden Falls ein Spiel, das die packenden Seiten des Handballsports wieder einmal sichtbar werden ließ.

Überraschender Beginn

Am Anfang und während der ersten zehn Minuten brachte unser Team die Halle und sich selber zum Staunen. Zwar waren es zunächst die Illtaler, die ein atemberaubendes Tempo vorgaben, mit Toren aber noch nicht glänzen konnten. Was das Tempo betrifft, passten die Unseren sich schnell an, und was die Torerfolge (in diesem Abschnitt wohlgemerkt) betrifft, musste man sich sozusagen die Augen reiben, ob man denn richtig sah. In dem schnellen Ablauf lagen wir bald mit 5:1 vor. Das lief ab wie am Schnürchen, beginnend mit Jan Böings 1:0, dem Gegenangriff zum 1:1, dem ersten 7m-Wurf von Sebastian Hoffmann (2:1), dem Kempa-Tor Manuel Schmitts (3:1) in Zusammenarbeit mit Lukas Böing (kennen wir von diesen beiden noch vom Vorjahr her! ), direkt im nächsten Angriff einem weiteren Treffer von Manuel (4:1) und dem fünften Treffer, der von links außen von Oliver Zeitz in den Illtaler Kasten gesetzt wurde.

Umkämpfte Fortsetzung, aber Vorteile für Illtal

Ein Tor bisher schöner als das andere, es hat richtig Spaß gemacht. Dann kam Illtal heran. Wir konnten nach zwei gegnerischen Treffern mit unserem sechsten Treffer vorerst noch einmal zulegen – 6:3 durch Sebastian Hoffmann -, ehe unsere Torausbeute weiter abnahm. Wir gerieten bei den Angriffen ins Schwimmen, erzielten eine Zeit lang entweder keine Tore oder warfen welche auf gut Glück. So mussten wir nur wenige Minuten später den Ausgleich bei 6:6 hinnehmen. Bei den Illtalern war der Bann nach einer Auszeit und nach ersten personellen Umstellungen gebrochen. Unser Drang nach vorne verlor an Schwung und Sicherheit. Gescheiterte Versuche nahmen mehr und mehr zu. Ein von Sven Guthörl in unserem Tor gehaltener 7m verschaffte uns ein kurzes Verschnaufen, aber beim Pausenpfiff lagen wir mit 13:19 zurück.

Nach der Pause sammelte Jonas Hubertus im Tor seine ersten Meriten. Auch unser Angriff gewann wieder an Profil, fast ähnlich, wenn auch nicht ganz, wie zu Beginn des Spiels. Wir rückten vor bis auf 16:19. Das war kein bedeutender Rückstand mehr, aber wir hatten damit eine Grenze erreicht. Mit fiel auf, dass unser Spiel unter anderem recht eng angelegt war. Die Außenspieler wurden m.E. zu wenig einbezogen, was der HF Illtal möglicherweise die Abwehr erleichterte. Dies wurde in den letzten zehn Minuten besser. Als Folge fielen gegen Schluss auch wieder Nordsaartore von außen oder, wie durch Jan Hippchen, durch Einschwenken von außen in die Mitte. (Die vorstehende Anmerkung zur Breite der Vorwärtsbewegung und zum Angriff am Kreis betrifft natürlich nur einen Gesichtspunkt bei der Auswertung.) Ein schöner Abschluss gelang uns durch ein Überraschungstor von Joshua Wolf: Zwar am Kreis wie gewohnt, aber nicht von seinem normalen Abschlusspunkt im mittleren Bereich, sondern ein gutes Stück von links aus mit einem Rückhandwurf.

Das Spiel hatte neben den rein sportlichen Aspekten auch seinen Reiz aus personellen Gründen. Bei Illtal spielen mehrere unserer ehemaligen HSG-Spieler, die aufgrund ihrer sportlichen Ziele (Oberliga) zu den Handballfreunden Illtal gewechselt sind. Zurzeit sind das vier, bis vor kurzem sogar sechs. Sebastian Hoffmann und Oliver Zeitz haben ihren langjährigen erfolgreichen Einsatz bei Illtal beendet und spielen von nun an bei uns weiter.

In allen den Wechseln der vergangenen Jahre bestehen die Freundschaften fort; man sieht sich, man trifft sich, man toleriert sich beidseitig.

Hinweis zu den derzeitigen Berichten:

Wie in den Vorjahren verzichte ich auch diesmal für die Dauer des Vorbereitungstrainings auf die Nennung und Darstellung der Tore im Einzelnen. Es geht jetzt vorrangig um die Trainingsaspekte und den mannschaftlichen Fortschritt. Nach Beginn der Runde werden auch die Treffer nach Zahl und Person nicht fehlen, wie üblich.