HSG Nordsaar Männer 2 – Geglückte Revanche im Nachbarschaftsderby gegen RW Schaumberg 1 – Heimspielsieg mit 30:24 Toren (Halbzeit 13:14)

Rein vom Tabellenstand her war Schaumberg diesmal der Favorit. Aber unserem VL-Nordsaar-Team, so eine gewisse Erwartung, würden vielleicht Kräfte zuwachsen durch den Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga Saar. In diese Kalkulation passte natürlich gar nicht die Nachricht vom Ausfall von Christian Nick, dem Torschützenkönig der Mannschaft. Christian hat sich im Skiurlaub in Tirol leider einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen, die ihm ein striktes Sportverbot für den Rest der Runde und noch etwas darüber hinaus eingebracht hat. Wir erinnern uns an die ähnliche Verletzung von Julian Molter im vorigen Handballjahr, die ihn von September 2017 bis Januar 2018 außer Gefecht gesetzt hatte. Hallo Christian, gute Besserung auch von hier aus und völlige Genesung! Dankenswerter Weise stellte sich Basti Stoll, Stammspieler unserer 1. Mannschaft, als Verstärkung zur Verfügung, (wie schon einmal in ähnlicher Situation vor einem Jahr!) Danke, Basti, für deine Bereitschaft!

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Das Spiel gegen Schaumberg verlief in der ersten Hälfte zunächst wechselhaft, in der ersten Viertelstunde mit leichten Vorteilen für uns (z. B. beim 10:8 durch Basti Stoll in der 15. Minute). Die Grundlage dafür hatte gleich zu Spielbeginn Jens Staub mit drei Treffern schon in den ersten Minuten gelegt. Die zweite Viertelstunde verlief danach bis zur Halbzeit ausgeglichen mit mehrfachem Unentschieden, teils aufgefangen durch einen Doppelerfolg des Jugendspielern Christian Henkes (12:11 und 13:12), teils auch mit einem Rückfall für Nordsaar verbunden, als unsere Torversuche nicht mehr so gut platziert waren wie vorher. Diese Situation hielt bis zum Halbzeitpofiff (13:14) und auch noch ca. zehn Minuten darüber hinaus an.

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Zunächst scheiterten wir im zweiten Durchgang zweimal kurz hintereinander am starken Torwart der Schaumberger, 13:15 und 13:16. Als es auf diese Weise gefährlich wurde, trat der „Retter vom Dienst“ auf. („Retter vom Dienst“ schreibe ich, weil es nicht zum ersten Mal der Fall war.) Joschi Wagner warf binnen zwei Minuten 14:16, 15:17 und 16:17 und übergab zum 17:18 an Julian Molter. Es fehlte nur noch ganz wenig, aber wir waren schon spürbar in der Erfolgsphase. Jetzt war wieder Basti zur Stelle, erhöhte mit 18:19 und glich aus zum 19:19, ehe Joschi mit dem 20:19 „sein Werk vollendete.“ Das war eine rasante Drehung, und sie war endgültig. Von jetzt an legten wir eine Zeit lang immer wieder zwei Tore vor, wechselnd aus dem Feld heraus geworfen, bis sich der Vorsprung dann bis zu sieben Treffern steigerte (29:22). Der Gegner holte noch etwas auf und verkürzte die Differenz, aber der Widerstand war im Grunde gebrochen. Zum Abschluss passte gut das letzte Tor des Spiels, der Strafwurf von Torsten Zimmer zum Endstand von 30:24.

Unsere Tore gegen RW Schaumberg: Basti Stoll 6, Jens Staub, Joshua Wolf und Joschi Wagner je 4, Torsten Zimmer 4 (3), Julian Molter 3, Daniel Dörr und Christian Henkes je 2, Felix Paulus 1.

Bei den Toren müssen wir immer, so entscheidend wie sie auch sind, sowohl die die Einsatzzeiten bedenken als auch die Art und Weise, wie sie jeweils zustande kommen. Das heißt, welche Vorarbeit dafür erforderlich ist, insbesondere das funktionierende Zusammenspiel in der Mannschaft. Aus diesem Grund hier einige Beispiele für gelungenes Zuspiel gegen Schaumberg, was jeweils die beiden letzten Ballführungen bis zum Abschluss betrifft: Joschi Wagner zu Joshua Wolf beim 6:4, Torsten Zimmer zu Julian Molter beim 9:7, Jens Staub zu Daniel Dörr beim 29:21. Nur Auszüge, wie gesagt; eine noch differenziertere Ballführung lässt sich in Berichten nicht darstellen. Dazu muss man ein Spiel gesehen haben.