Männer 1 – In Merchweiler wieder einmal ein Handballdrama. Am Ende siegten die Einheimischen mit 22:20 Toren (Halbzeit 12:10).

Sonntag, 03.02.2019 – Gab es zwischen der HSG Nordsaar und dem TV Merchweiler eigentlich schon einmal „normale“ Spiele und begründbare Erwartungen, egal, was man im Handball unter „normal“ verstehen mag? Das Heimspiel im September gewannen wir in Marpingen mit 37:26 Toren (!), das Rückspiel verloren wir heute Abend mit 20:22 Toren (Halbzeit 10:12). In der Zwischenzeit haben die Merchweiler auch gegen den monatelangen Spitzenreiter HSV Merzig/Hilbringen gewonnen. Soviel zu den Schwankungen in diesem Jahr! In der Tabelle stehen wir auch nach dieser Niederlage noch vor Merchweiler, die aber nur noch drei Punkte von uns getrennt sind (wir 23, Merchweiler 20 Punkte bei gleicher Anzahl der Spiele; wir auf dem vierten Platz, punktgleich mit der HSG Saarbrücken auf dem drittem, Merchweiler auf dem fünften Platz).

Licht und Schatten

Das Spiel begann für unser Nordsaar-Team bedenklich. 0:3 nach sieben Minuten und erst in der neunten ein erstes Tor, ein 7m-Tor zum 1:3, – das war nicht gerade ideal. Bis zu den ersten Feldtoren durch Jan Böing und Jan Hippchen dauerte es sogar sogar 12 und 13 Minuten (danach 3:4). Nach genau einer Viertelstunde stand das Spiel 4:5. Immerhin. – (Diese und alle Einzelergebnisse aus unserer Sicht angegeben, mit Ausnahme der Überschrift. – „Immerhin“ , so sage ich, weil unsere Mannschaft mit dem aggressiven Merchweiler Abwehrverhalten nicht zurecht kam, (das von den Schiedsrichtern allerdings für eine längere Zeit toleriert wurde). Was uns schlecht vorankommen ließ, das waren aber genau so sehr unsere überwiegend schwachen Torversuche. Vorerst hielten uns hauptsächlich die allmählich doch zunehmenden 7m-Strafen gegen Merchweiler im Spiel, (über das ganze Spiel hinweg übrigens sieben Mal Strafwurf gegen Merchweiler, zweimal gegen uns; fünf Platzverweise von Merchweiler Spielern gegenüber einem Platzverweis bei uns). Zur Halbzeit stand es 10:12.

Schwächen und Stärken

Nach der Pause begann unsere schwächste Phase. Es gelang uns kein Treffer mehr bis zum 10:16. Erst nach einer Auszeit drehten wir auf. Es war wieder Jan Böing, der mit dem Torewerfen begann (11:16), und es geschah, was wir kaum noch erwartet hatten. Binnen zehn Minuten holten wir zum Unentschieden auf (18:18 durch Jan Hippchen). Sprachen wir vorher noch der schwächsten Phase, so erlebten wir also anschließend die mit Abstand stärkste. Alles schien noch einmal möglich. Über die Schlussphase hinweg konnten wir allerdings den Gleichstand nicht halten. In einem bewegten Hin und Her mit teilweise einem, maximal drei Treffern Differenz verloren wir das ungewöhnliche Spiel mit 20:22 Toren. Wenn man bedenkt, dass der Gegner mit der einen Ausnahme des Ausgleichs in der fünfzigsten Spielminute das ganze übrige Spiel geführt hat, so müssen und wollen wir das Ergebnis dieses ungewöhnlichen Spiels akzeptieren.

Unsere Tore: Lukas Böing 5 (4), Jan Böing 4, Jan Hippchen 4, Manuel Schmitt 3 (2), Basti Stoll 2, Michael Paschke und Joshua Wolf je 1.